Tipps von Bul´dok

 Pflege von Leder      Reinigen von Leder  Leder härten  Auf alt trimmen Lederwerkzeuge


Allgemeines:

1. Lederbekleidung nicht in Kuststoffbeuteln aufbewahren. (Kann fürchterlich anfangen zu stinken)

2. Nasses, feuchtes Leder niemals direkter Hitze aussetzen. Also, keine Schuhe direkt auf den Ofen, die H


andschuhe niemals zu nah an die Feuerstelle legen. Das Leder trocknet komplett aus. Nachbehandlung s.u. notwendig. Lederbekleidung immer bei Zimmertemparatur trocknen lassen.

3. Leder sollte immer vor starken Lichtquellen geschützt werden. Es bleicht aus.


Pflege von Leder: 


1. Pflege und Geschmeidigkeit
a. Glyzerin.
Mit reinem Glyzerin aus der Apotheke einreiben. Nebst das, das Leder wasserabweisend wird, wird es auch wesentlich weicher. Der positive Effeckt, die Lederfarbe bleibt, nachdem es eingezogen ist, erhalten.

b. Rizinusöl.

Leder z.B. Gürtel regelmäßig mit Rizinusöl, ebenfalls aus der Apotheke, einreiben.
Auch hier bleibt die Lederfarbe, im Gegensatz zu Lederfett, erhalten. Nach der zweiten Anwendung wird das Leder spürbar weicher. Sehr empfehlenswert bei trocken gewordenen Lederhandschuhen.

c. Kalbs und Rindleder:

Mit einer Mischung aus Terpentinöl und Leinöl eireiben.

d. Dünnes schwarzes glatt Leder. (z.B. wie bie Ledergarnituren)
Dünn mit Leinöl einreiben.

e.Brüchiges Leder.
Leinöl wird zum Kochen gebracht, erkalten lassen, gleiche Menge Essig hinzufügen und einreiben.
(Versuch steht noch aus)

f. Wer rohe !! Milch hat, kann das Leder auch hiermit einreiben. Danach mit einem sauberen Wolltuch ab.

g. Helles Leder wird aufgefrischt, mit einem Teil Salmiakgeist und sechs Teilen Wasser.

h. Hart gewordenes Rehleder weicht man mit ganz schwachen Ölwasser ein. ( 1 Teelöffel Olivenöl auf 2 Liter Wasser )
Gut durchkneten und bei Zimmertemperatur trocknen. (noch nicht ausprobiert) 
 


Leder reinigen:

1. Farbiges Leder reinigen:
(Hirschhornsalz aus der Apotheke)
Hirschhornsalz in heißem Wasser auflösen, abkühlen lassen, einreiben bis ein Schaum ensteht und abputzen.

2. Lederhandschuhe
Anziehen und mit Terpentinölspiritus waschen. Danach trocknen lassen und mit Rizinusöl einreiben.

3. Ledereinigung Essigwasser erstellen und Leder abreiben.

4. Wildleder.

a. mit einer Haushaltsbürste, Metallbürste, Schleifpapier sanft das Leder abbürsten. In Fachhandel gibt es Lederradiergummies. Nicht schlecht für kleinere Pflecken. Es muss jedoch bei dem Gummi viel Kraft und Druck ausgeübt werden.

b. Superverdrecktes Wildleder: Wenn gar nichts mehr hilft : Waschmaschine. Kurzwaschgang, Kalt oder max. 30 Grad. Seifenfreies Waschmittel. Evenentuell noch Essig in den Spülgang. Danach an der frischen Luft trocknen lassen und mit einer Metallbürste, die Haut wieder aufrauhen. Innenseite mit Rizunusöl einreiben.
Ich betone bei diesem Tipp: Jeder auf eigene Gefahr. Jedoch, wenn die Hose oder Weste komplett versaut ist, kann man das auch noch ausprobieren. Bei mir hat es bisher immer geklappt.


Leder auf alt trimmen.

Das Hauptproblem bei neuen Rüstungen, sieh sehen einfach zu neu aus. Dem generellen Ratschlag: Gehe erstmal auf ein paar Cons, dann sieht es schon älter aus, kann ich mit meinen Erfahrungswert nur begrenzt teilen. Somit hier einige Ratschläge:

1. Dickes Leder. (Gürtel, Rüstzung, Schwertscheide)

Das Leder bis es einmal vollständig durchgenäßt ist in Wasser tunken. Hierdurch verliert es ein wenig die Orginalfarbe und wird matter. (Nachbehandung mit Glyzerin oder Rinzinusöl)

Gebrauchsspuren.

Jetzt wird es grausam.

1. Leder anfeuchten und von der Rückseite mit einem Hammer bearbeiten. Effekt: Das Leder sieht auf der Vorderseite abgewetzter aus.

2. Mit einer Metallbürste, die Kanten aufrauhen. Je nach Wunsch logischerweise stärker oder schwächer.

3. Oberfläche mit Metallbürste aufrauhen. Effekt: Schlierspuren. Da die Kratzer nicht zu entfernen sind, dieses mit einem Probestück vorher ausprobieren.
 


Leder härten:

1. Schwarzes Kernleder:

Bisher am erfolgreichsten. Wachs in Pfanne schmelzen und das Lederstück damit einreiben. Solange bis das Leder kein Wachs mehr aufsaugt. Trocknen lassen. (Geht schneller im Eisfach) et voila: Hart!

2. Backofen.
Bei circa 50-70 Grad zwei bis drei Stunden im Backofen legen. Zwischendurch immer wieder mal kontrollieren, ggf. abkühlen lassen. Das Leder sollte natürlich in die Form gelegt werden, die gewünscht wird. Hier demnächst mehr hinsichtlich Erfahrungsschatz.


Lederwerkzeug:

Aller Anfang ist schwer. Hier eine Beschreibung von Werkzeugen die ungemein hilfreich sind.

1. Dreifuss 

Bei Ebay oder auf dem Flohmarkt zu kaufen. Unbedingt besorgen. Für Nieten hat man eine feste Unterfläche, auf einem Con eine hervorragende Art, Reparatur auszuspielen. Ebenfalls sehr gut geeignet um Metallbeinschienen in die richtige Form zu schlagen.

2. Lederschere:

Gibt es in den verschiedensten Stärken, somit nur die kaufen, die auch benötigt wird. Ungemein praktisch.

Starke Lederschere

Sehr gut für dickes Narbenleder. Schneidet alles butterweich.

Buchbinderschere.
Spezialschere für dünnes Leder.

3. Kantenschärfer

Mein Favoriet unter den Werkzeugen. Die Kante des geschnitten Leders wird hiermit abgerundet. Danach noch mit Schuhcreme drüber und alles sieht weitaus ansehnlicher aus.

4. Teppichmesser.

Das rundum Werzkzeug für die Lederverarbeitung. Ich bevorzuge jedoch mittlerweile eine Rundmesser (richtiger Name folgt noch) aus dem Schneidereibedarf. Die Runde Klinge lässt sich hervorragend an einer Schiene führen und man verreist nicht so schnell.

5. Locheisen, Lochzange

Erfahrungsgemäß werden günstige Lochzangen ziemlich schnell stumpf. Im Fachhandel gibt es zwar auch Lochzangen mit Auttauschpfeifen, jedoch sehr teuer. Ich bevorzuge mittlerweile Locheisen, diese kann man auch auf einem Con mitnehmen und gibt es in alle Größen.

6. Lederahle.

Die Nähnadel für die Lederverabeitung. Ich arbeite lieber mit ner dicken Ledernadel und gewachsem Garn. Der Vorteil der Lederahle, sie hat einen festen Griff.

7. Gewachstes Garn.

Generell immer zu empfehlen, wenn eine Niete einfach nicht aussieht. Mit Locheisen ggf. vorlochen und vernähnen. Manch eine Rüstung wird dadurch gehörig aufgepeppt. Der Mehrzeitaufwand ist gering. Der Effekt umso größer.

Drehspindel. (Bild siehe unten)

Das ultimative Werkzeug für denjenigen der sehr viel mit Leder arbeitet. Austauchbare Werkzeuge (Locheisen, Nietenfüsse, Ösenfüsse). Sauberes Arbeiten und sauberes Plazieren von Nieten und Löchern. Da sehr teuer, wirklich nur für denjenigen der im Jahr mehr als zwei Rüstungen bastelt. Es ersetzt miunter: Lochpfeifen, Nietenzange (bzw. Hammer ;-)) Ösenzange (ist sowieso Mist)