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Eine Geschichte von Kiro

Kiro saß in einer kleinen Waldlichtung an einem Tümpel, missmutig schnitzte er an einem Holzstab. Er hatte diese Lichtung irgendwann mal entdeckt und wie es schien kannte niemand außer ihm diese Stelle. Eine kleine Fee flog auf seine Schulter. „ Kiro! Spiel mit mir! „ Lass mich Jana, lass mich einfach hier in Ruhe sitzen. Ich muss denken und das fällt mir schon schwer genug. Die Fee verzog einen Schmollmund, blieb jedoch still auf der Schulter sitzen. Ein Kobold mit einer kleinen Angel gesellte sich zu den zweien. „ Grüß dich Kiro! „Hmm.. Grüß dich Taran eine kleine Pause entstand. „ Nicht sehr gesprächig heute, was? „ Nö... angel du, ich schnitze. Während der Kobold seine Angel zurecht machte, blickte er immer wieder zu Kiro. „ Also, wenn das kein Zahnstocher werden soll, solltest du dir überlegen, was du dem armen Holz antust. Kiro schaute auf sein Werk, der schöne Stab hatte sich in ein undefiniertes Etwas verwandelt. Wütend schleuderte er den Stab in den Wald hinein. Die Fee flog erschreckt auf. „Kiro!! Kleinlaut gab der Angesprochenen zurück: „Tschuldige, is mit mir durch- gegangen.
Anscheinen zufrieden mit der Entschuldigung begab sie sich wieder auf die Schultern des Jungen. Der Kobold grinste Kiro an. „Erzählst uns doch sonst alles, was los is.  Hab nie erlebt, dass du den Mund hältst.  „Hat was mit meiner letzen Reise zu Tun.. Kriegerzeug halt. Glaub nich´ das du was davon hören willst. Der Kobold wechselte einen kurzen Blick mit der Fee, von Krieg und Schlachten wollte er wirklich nichts hören und wenn der junge Mann erst mal anfing zu reden, hörte er meistens nicht auf. Aber der elende Anblick des Jungen rührte ihn schon. „ Na komm Kiro, erzähl schon! Forderte plötzlich die Fee. „Bin gestorben, jemand is für mich gestorben. begann er nun endlich. „War meine Schuld.... alles... hab´ nich´ aufgepasst. „Also, tot siehst du mir nicht aus feixte der Kobold und stupste Kiro in die Seite. „Für mich war es ja auch nur nen Traum, für Tolak.... Kiro schluckte, er sah aus als ob er gleich heulen würde. „ Ich war wirklich dumm, die Göttin hat wohl recht, dumm bin ich, ein echter Krieger wird nie aus mir.... Kiro verstummte. Die Fee flog plötzlich vor Kiro´s Gesicht. „ Wie wär´s wenn du von vorne beginnst, ich versteh kein Wort. Der Kobold nickte zustimmend.
 
Kiro seufzte schwer. „Nun es fing eigentlich damit an, dass wir in Condra waren, die Delairer und ein guter Teil des Bärenclans. Wir waren auf Durchreise, eingekehrt in eine Gaststätte und am nächsten Morgen war alles anders. Der Tag wiederholte sich immerwieder, anders aber wir waren in diesem Tag gefangen. Tja, so suchten wir alle nach Lösungen, wir träumten merkwürdig, vom Tod eines Brautpaares und vom Überfall eines Volkes welche sich Nekaner nennen. So waren wir kaum angekommen, da sah ich auch schon das Brautpaar, welches in meinem Traum gestorben war, und ich dachte mir, die beiden sollten das vielleicht wissen. Aber so´n blöder Leibwächter ließ mich einfach nicht an die beiden ran. Da bin ich dann über eine Mauer zu den beiden hochgeklettert, leider fand der Leibwächter das gar nicht witzig und warf mich prompt wieder runter. Das hat ganz schön weh getan und der erste Ärger war da. Domaris war sauer auf mich, weil ich „wieder Ärger machte gleichzeitig war sie stocksauer dass jemand einen Bärenclanner verletzte und drohte prompt mit einem Kampf. Das ist dann noch mal gut ausgegangen. Der Leibwächter hat sich glatt bei mir entschuldigt.

Dann kam die Sache, dass ich als Geisel genommen wurde. Konnte gar nichts dafür! Wirklich! Wollte nur zu meinen Kameraden gehen, Ihnen helfen, da standen dann plötzlich die Soldaten vor mir und so wurde ich gefangen genommen. Gefesselt haben die mich, geschlagen und später sogar geknebelt! .
Tanar schmunzelte ein wenig. Offensichtlich war es für Kiro schlimmer seiner Sprache beraubt zu werden, als geschlagen zu werden. Auch er hatte sich schon gewünscht dem Jungen einen Knebel zu verpassen, aber leider reichte seine Zauberkraft dafür nicht aus. Kiro fuhr weiter fort. „ Dann haben diese Dreckstypen versucht den Clan zu erpressen, hatte Ihnen vorher schon gesagt, dass das nicht klappt, aber wollten ja nicht auf mich hören. Habe einem kräftig auf die Füße getreten, dann kam auch schon ein Angriff und dann hat dieses Arsch, also der der hinter mir stand, mir glatt ein Messer in den Rücken gestoßen und mir die Kehle durchgeschnitten. Eine kleine Pause entstand. „ Und dann lag ich plötzlich in einem riesigen Raum und diese Göttin sprach zu mir. Jana und Taran schauten erwartungsvoll Kiro an, doch irgendwie schien es ihm jetzt ziemlich unangenehm zu werden.

Es entstand wieder eine Pause. Kleinlaut erzählte Kiro weiter. „ Dumm sei ich, hat SIE gesagt, ob ich nichts gelernt hätte, hat SIE gefragt, dass so nie ein Bärenkrieger aus mir werden würde, hat SIE gesagt, Dummer Kiro hat SIE mich genannt. Eine kurze Pause enstandt.
Nen Anschiss habe ich ja schon oft bekommen, aber von einer Göttin? DAS wünsche ich keinem! Dann hat SIE mich wieder zum Leben erweckt, dabei betont, dass ich mich bessern sollte und so. Hat aber nicht geklappt Kiro seufzte schwer. Der Kobold holte etwas zu Essen aus einem Beutel und reichte es dem Jungen. „ Hier iss was. Andere wären ziemlich stolz darauf, mit einer Göttin zu reden, wirst gerettet und du beschwerst dich. Der Kobold schüttelte mit seinem Kopf.
 „Du hast gut reden, du bist ja auch nicht zusammengefaltet worden! Aber es wurde ja noch viel schlimmer. Hab von jemanden so´n magischen Stein bekommen, weil ich den Mut eines Löwen hätte, so´n Quatsch, ich würde wissen, wann ich den Stein brauche und würde wissen was zu Tun sei. NICHTS hab ich gewusst!!
Dann ging eine Schlacht los und der Stein zog mich in Richtung eines Waldes, dieser blöde Wasser- elementar sagte noch zu mir, nimm dir Schutz mit. Hab ich auch gemacht. Dell und Tolak, sind ja schließlich richtige Krieger. Fortan kam auch noch mit. Und dort im Wald sahen wir dann diesen riiiieeeessssiiiiiggggeeeen Dämonen. Der hatte da etwas gefangen und beschwor was. Ich wusste nun ich muss da hin, doch rundum den Dämonen bewachten noch andere Wesen dieses Ritual. Ich sagte zu Tolak ich muss dadurch. Also, ich mitten durch auf den Dämonen, der griff mich, warf mich aus dem Kreis raus. Ich wieder rein, wieder packte mich der Riese und schleuderte mich raus. Währenddessen kämpften Dell, Fortan und Tolak mit den Bestien. Langsam wurde es eng, das Ritual schien dem Ende entgegenzugehen, ich also wieder auf den Dämonen, ein zwei Schwertstreiche, plötzlich schrie dieses Wesen auf,.... ich hatte ihm die Eier abgeschnitten. Kiro lächelte verschmitzt. „War n´ echt guter Schlag. Mir wurde plötzlich klar, wer da gefesselt war, es war so´n ne Inka, Inkarna..., na so´n ne Verkörperung von nem Gefühl, nämlich Angst! Ich mit letzter Kraft und schon ziemlich lädiert mit dem Stein zu ihr hin, dann habe ich Ihr dann meinen Mut mittels des Steines übergeben. Der Dämon schrie die ganze Zeit und dann wurde ich durch den Blutverlust ohnmächtig.

Als ich aufwachte stand Dorn vor mir. Ich schaute mich um, alle Clanner lagen auf den Boden und ............................  Kiro schluckte schwer. Tränen schossen in aus seinen Augen. „ und ............................. einer dieser Drecksschweine hatte Tolak die Kehle durchgeschnitten. Der junge Krieger schluchzte und sein Körper schüttelte sich. Jana flog hinter seinen Rücken und sprach einen leichten Beruhigungszauber. Schon nach kurzer Zeit, ging es Kiro ein wenig besser. „ Hab sogar diese andere Göttin gebeten, dass Sie Tolak wiederzurückbringt, Ging angeblich nicht mehr......... Ich hätte dort sterben sollen... nicht Tolak! Tanar überlegte kurz, dem armen Kerl musste geholfen werden und so durfte es mit ihm nicht weitergehen. Die kräftige Hand des Kobolds holte aus und versetzte dem verblüfften Jungen eine schallende Backpfeife.
„ Unsinn redest du! Wagst die Pläne einer  Götter zu bezweifeln! Undankbar bist du! Zweimal wurde dir das Leben geschenkt und du beklagst dein Schicksal. Ehrst du so deinen toten Kameraden? Kiro hielt sich dich Wange und funkelte den Kobold an, wütend schrie er Tanar an: „ DU hast ja keine Ahnung! Immer passe ich auf und immer geht es irgendwie schief. DU weißt gar nichts! Mutig soll ein Bärenkrieger sein und was hat es mir bisher eingebracht, die Narben an meinen Beinen und meinem Körper kann ich gar nich mehr zählen. Je mehr ich mich bemühe destoweiter bin ich vom Kriegerstatus entfernt! Die beiden standen jetzt voreinander. Der Kobold hielt den Blick des Jungen stand. Und? Lernst du endlich was daraus? Kiro sah aus, als ob er sich jetzt mit Tanar  prügeln wollte, doch die Frage schien durcheinander zu bringen. „DU...........du hast Recht. seine Stimme wurde ruhiger. Es verging eine ganze Weile bis Kiro weitersprach.

„Tolak ist ehrenvoll gestorben, im Kampf gegen eine Übermacht, mein Leben rettete er. Das werde ich niemals vergessen. Eine kurze Stille trat ein. „Tschuldige Tanar, hätte dich nicht anbrüllen sollen. „Hmmmm......., hätte vielleicht noch fester zuschlagen sollen. Der Kobold grinste, Kiro erwiderte „ Hat Tolak auch immer gesagt, es geht doch nichts über einen guten Schlag auf den Kopf. Beide setzten sich wieder und sahen auf das Wasser des Tümpels. Nach einer Weile blickte Kiro den Kobold an. „Werde versuchen es ab jetzt besser zu machen! Viel besser! Die Sonne ging langsam unter. „ OH OH, ich hab noch Übungen, muss schnell los. Danke Ihr beiden, danke für´s zuhören. Danke dir Tanar, glaub hab´s begriffen schon lief Kiro los.

Tanar und Jana saßen noch eine Weile zusammen. „ Er weiß es nicht, nicht wahr Tanar „ Nö, zu jung, zu naiv „Aus ihm könnte ein wirklich großer werden. „Pah..! grummelte Tanar „ Sollte er überleben. Hat noch zu viel zu lernen. Wird seine Naivität verlieren müssen und das wäre schade. Stumm hockten die beiden noch eine Weile am Tümpel. „Du gibst mir Bescheid Jana, wenn er wieder herkommt. Die Fee nickte. Dann gingen beide Ihren Weg. 

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