Wissenswertes über den Bärenclan und Kirberg

Sämtliche hier vorliegenden Schriften sind von Ramus von Boltingen.: Meine Reise durch Tamar. und Das Clanswesen in Kirberg. Chaos oder Ordnung? von Neofar

Kirberg

Hauptstadt der Provinz Kirberg.

Gelegen am lauschigen Fluss namens Kir, entwickelte sich das ursprünglich kleine Dorf zu einer ansehnlichen Provinzhauptstadt. Umrandet von festen Mauerwerk befindet sich ebenfalls der religiöse und politische Hauptsitz des Bärenclans. Der sich in der Mitte befindene Tempel zur Anbetung von Bär, ist in Form einer riesigen Bäretatze gebaut worden. Die sich im Tempel befindenden Statue: "Ein Bär greift an" gehört mit zu den schönsten Kunsthandwerken die Mel von Litta während seiner Schaffenszeit hervorgebracht hat.

Bedingt durch die Clansmentalität entwickelte sich schnell ein
ausßerordentliches Rüstungshandwerk. Einen Einkauf bei beim hiesigen Leder- und Metallschmied: Bull´Dok Sedani lohnt immer.

Die in und um der Stadt verteilten Ausbildungs- und Kriegerlager werden nur durch eine sehr hohe Tavernendichte übertroffen.

Obwohl nominell im Reichssrat zu Kirberg vertreten, fungiert der amtierende Reichsritter zu Kirberg, nur als Überbringer der Entscheidungen eines in der Stadt ansässigen Rates. In dieser Funktion dient derzeit:
Korbinian zu Kirberg. 

Literatur für Reisende :

" Die Legende von Bär" - Überlieferung
" Wahre Krieger " - Ein Erlebnisbericht von Jan Klode vun Dum
" Im Osten nichts Neues " Ein Kriegsroman
" Krieg der Bären" -Georsch Ka´Luk-
Voll-Metall-Rüstung - Stani Kubri- i
Die Brücke am Kir - Lagerfeuergeschichten - 

Religion

Die mündlichen Überlieferungen erzählen davon, dass in der letzten Phase der sogenannten Drakkriege, Mutter Erde in Form eines Bären der Bevölkerung von Kirberg erschienen ist. Dieses außerordentliche Ereignis schenkte den Menschen Mut und Kraft, um gegen die übermächtigen Invasoren zu bestehen.

Auf Grund dieser Begebenheit beteten fortan die Menschen zu Gaia in der Inkarnation eines Bären.
Unbewiesenen Gerüchten zur Folge soll Bär diesen Kriegern, wenn Sie in höchster Not sind, zeitweise immer noch helfend beiseite stehen.


Draks

Zu dieser Zeit etwa, entstand auch das heutig bekannte Militärwesen in diesem Landstrich. Geprägt von den Kriegen sehen sich diese Krieger als einzige Instanz und Bekämpfer der Draks an. Ihr anerzogener, tiefer Haß auf diese Wesen , lässt diese unerbittlichen Kämpfer mitunter in eine Art Raserei verfallen, sobald es um die Echsenwesen geht.

„Ich bekam mit wie ein angeheiterter Reisender, offensichtlich im Scherz, von Echsen in einem nahelegenden Wald sprach. Die darauf folgende Reaktion, der anwesenden Krieger erschreckt und beeindruckt mich bis zum heutigen Tage. Innerhalb von Sekunden verwandelten sich diese freundlichen Menschen in eine blutrünstige Meute. Tische, Bänke und auch Reisende wurden rücksichtslos beiseite gefegt. Junge wie Alte stürmten aus der Taverne. In der darauf folgendenden Stille, erklang nur noch ein zutiefst klägliches: „Ups


Regierungsform

Das in Provinzen eingeteilte tamarische Land wird von jeweilig ernannten Reichsrittern geführt.
Als Besonderheit in Kirberg lässt sich beobachten, dass diese Position mit keinerlei Macht ausgestattet zu sein scheint. .
Der Reichsritter von Kirberg dient als Sprecher und Verkünder der Entscheidung eines Rat der Alten und Weisen. Er befindet sich entweder in der Hauptstadt Camret oder in Kirberg. Ein Aufenthalt außerhalb der Grenzen von Tamar ist ihm verwehrt.

Die Einreise in Kirberg

Die erste Merkwürdigkeit die mir in Kirberg widerfuhr, war die Begrüssung an den Stadttoren. Nicht nur, dass es üblich schien mit DU angesprochen zu werden. Ich wurde direkt aufgefordert mich zu einer Art Priester zu begeben. Nachdem dieser, nach dem Grund meiner Anreise fragte, sollte ich mich in ein Fremdenbuch eintragen. Danach erläuterte er mir die Gesetzgebung dieser Provinz und schloss mit den Worten: Mach nit, dat mir uns wider sinn, Jung Die anscheindend rituelle Anwort darauf war: Is jut. Danach durfte ich mich in Kirberg frei bewegen.


Merkwürdige Sitten und Gebräuche

Zu den skurillsten Angwohnheiten der Krieger dieses Landes gehört es anscheindend, dass sie sich wegen jeder Kleinigkeit prügeln. Ohne Sinn und Verstand brüllen sie sich an und kämpfen danach miteinander. Ich selber habe miterlebt, wie sowohl über die Farbe der Sonne gestritten wurde,- Wobei einer glatt behauptete sie wäre schwarz!!- als auch über die Konsistenz einer Suppe, hier folgte die wagemutige Behauptung, sie wäre fest. Bis heute habe ich diese Auseinandersetzung nicht verstanden, da der Verlierer am Ende, diese unglaublichen Behauptungen bestätigte. Ich kann somit nur davor warnen, mit diesen Kriegern einen Streit anzufangen.


Militär

Alle Kirberger Jugendlichen zwischen 14-15 Jahren absolvieren ein einjähriges Kampftraining. Danach findet eine Beurteilung statt. Darauf folgt die Ausbildung als Bärenkriegeranwärter oder eines anderen Berufes.Die Dauer der Ausbildung beträgt 3-4 Jahre. Es erfolgen diverse Prüfungen und permanente Beurteilungen. Nach Abschluss aller Prüfungen geht der Anwärter auf Wanderschaft, zum Teil alleine, zum Teil mit dem Clan. Jene die ein Handwerk gelernt haben, können anschließend die Ausbildung zum Bärenclankrieger wählen. Dieses ist sehr beliebt, bei Schmieden und Heilern. Der Clan beschließt wann jemand zum Krieger ernannt wird. Jedes Bevölkerungsmitglied muss jedoch seine Kampffertigkeiten alle zwei Jahre auffrischen. Der sogenannte zwei Monatsdienst.


Die Kriegerweihe

Eins der wohl heiligsten Momente eines Kirbergers ist die Aufnahme als Bärenclankrieger. Dieses nach außenstehende wirkendende sehr einfache Ritual , stellt den bedeutsamsten Moment im Leben dieser Menschen dar. Selbst im Krieg und in Kampfsituationen wird diese Berufung niemals unterbrochen. Die umstehenden Krieger schützen den im Kreis stehenden, waffenlosen Anwärter, bis das Ritual beendet ist.


Merkwürdige Bezeichnungen

Fremde die auf eine Trupp von Bärenkriegern treffen, haben meist ein Verständnisproblem mit der Hirachiestruktur. Mal wird man an einen sogenannten Ahl verwiesen, zu anderen Zeiten an jemanden der Fuss genannt wird. Hier ein Erklärungsversuch.

     Dä Ahl
Anscheinden gibt es immer eine Person in einer Bärentruppe die dä Ahl heißt. Dieser Mann oder diese Frau hat anscheindend die absolute Befehlsgewalt über den Clan. Sätze wie da must du dä Ahl fragen oder dä Ahl hat das noch nicht entschieden zeigen deutlich, dass es sich wohl um eine Art Befehlshaber handeln muss. Auch scheint es, dass dieser Ahl, eine Art Diplomat darstellt. Welche Qualifikation diese Person hat, kann leider noch nicht gesagt werden.

     Dä Fuss
Hier zeigen die Beobachtungen eindeutig, dass die Befehlsgewalt während eines Kampfes beim Fuss liegt. Sobald eine Bärenclangruppe sich in einer Schlacht befindet, koordiniert dä Fuss anscheindend die kämpfenden Krieger.

Genauere Angaben zu diesen Positionen sind bisher nicht möglich.


     Dä Brölles

Junge Bärenclananwärter werden als Brölles bezeichnet. In der mitunter dreijährigen Ausbildung zum Krieger, wird diesen unglaubliches abverlangt. Jene die überleben, wird in einem der wichtigsten Rituale des Clans, die Kriegerwürde zu teil.

     Dä Ühm

Die wohl schwierigste und anstrengendste Position eines Claners. Mentor, Lehrer und Aufpasser eines Brölles.

     Dä Schäl

Die Vorhuteinheit einer jeden Kriegertruppe. Die hierzu berufenen heben sich besonders durch ihre unglaublichen schnellen Beine und ihrer unglaublichen Geschicklichkeit sich im Unterholz zu verstecken hervor.


Die Sproch

Generell ist die Kirberger Sprache über und über mit nicht verstehbaren Bezeichnungen. Folgender authentischer Dialog zwischen zwei Clanern zeigt dieses überdeutlich:

Hä Ühm fum Karon, dä Fuss hät dem Ahl jesach, dass dinge Brölles hück dä Schäl moche sul.
Ever dä mät ens schon et Marischen! Ejal, do is ne Tuppes im Wald, dä sul dä söcke!


Adoption: (oder: do bes ne Imi! )


Jeder Reisende hat das Recht um die Aufnahme in die Clansgemeinschaft zu bitten. Es wird hier unterschieden zwischen der Aufnahme als Krieger oder einfach nur als Einwohner. Bei letzterem sind gewisse Vorraussetzungen zu erfüllen.

1. Ein erlernter Beruf
2. Fürsprache von mindestens drei Bärenclannern.
3. Gespräch mit dem Ritualmeister. Jeder darf selbstverständlich seinen Glauben behalten, es findet eine Erläuterung des Rechts und der Riten statt. Aufnahme im Glauben möglich.


 Nebst der Adoption können vom Reichsrat zu Camret, die tamarischen Ehrenrechte verliehen werden.